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Moderne Dachfenster sorgen im Dachgeschoß für passive solare Energiegewinne

Wurden Fensterflächen in den 1960er und 1970er Jahren eher kleiner geplant, um Wärmeverluste zu verringern, sind heutige Fenster so energieeffizient, dass sie ohne Bedenken großzügig eingesetzt werden können. Außerdem bescheren sie einem Raum kostenlose solare Energiegewinne – dadurch sinkt die Nebenkostenabrechnung. „Besonders gut gelingt das Dachfenstern: Sie verhindern nicht nur Wärmeverluste, sie können sogar besonders effektiv für Energiegewinne im Raum sorgen“, erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Dachfenster leiten – sei es als klassisch, schräg verbautes Dachflächenfenster beziehungsweise als senkrechtes Giebel- oder Gaubenfenster – das intensive Sonnenlicht direkt in die darunter liegenden Räume und können dank der Sonneneinstrahlung in der kalten Jahreszeit große Mengen passiver solarer Energiegewinne erzielen. „Einfach gesagt: Die Sonne erwärmt die Räume, wodurch die Heizungsanlage im Winterhalbjahr viel weniger Energie verbraucht“, so Tschorn.

 

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Sonnenschutz hilft bei Sommerhitze
Wenn es im Sommer zu warm wird, sorgen Beschattungen wie Hitzeschutz-Markisen oder Rollläden dafür, dass sich die Räume hinter den senkrecht oder schräg eingebauten Dachfenstern nicht unangenehm aufheizen. Für besonderen Komfort sorgen dabei automatisierte Elemente, durch die sich Fenster, Rollläden und weitere Sonnenschutzprodukte einfach per Knopfdruck, Touchscreen, außen liegende Wind- und Regensensoren oder sensorische Steuerungen, die zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit oder den CO2-Gehalt der Luft im Innenraum messen, öffnen und schließen lassen. Dann kann zum Beispiel der Rollladen hochgefahren werden und die sich öffnenden Fenster lassen die frische Abendluft herein. Alternativ dazu gibt es auch besondere, mit Sonnenschutzglas ausgestattete Fenster, die weniger Sonnenstrahlen hindurchdringen lassen – dies gilt dann allerdings auch für die kalte Jahreszeit, wodurch die Heizenergie sparenden solaren Energiegewinne reduziert werden. Für einen natürlichen Sonnenschutz sorgt die Natur selbst: Steht ein großer Laubbaum vorm Haus, spendet er im Sommer wohltuenden Schatten und lässt im Winter die wärmenden Sonnenstrahlen durch.

 

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Dachfenster machen jede ehemalige Dunkelkammer zu einer echten Lichtoase. (Foto: VFF/VELUX Deutschland GmbH)

 

Lüften: Mit Dachfenstern kinderleicht
Dachfenster eignen sich – neben dem abendlichen Lüften und der damit verbundenen Nutzung der das Gebäude kühlenden Nachtluft – im Zusammenspiel mit den Fenstern im Erdgeschoss gut für die Sicherstellung eines regelmäßigen Luftaustausches im Haus. Dafür nutzen sie den so genannten Kamineffekt: Die Luft wird dabei wie in einem Schornstein von unten nach oben gesogen und die Luft im Haus so in kürzester Zeit erneuert. Dazu kommt natürlich der tolle Ausblick aus Dachfenstern: Die Zeit, als diese noch Schießscharten ähnelten, sind lange vorbei. Heute werden auch großzügige, bodentiefe Dachflächenfenster, bodentiefe Giebelfenster, großformatige Gaubenfenster oder sogar so genannte

 

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Überfirstverglasungen verbaut, die viel Licht und Luft in den Raum lassen. „Dank der Dachfenster werden die Räume im Obergeschoss nicht nur durch das einfallende Licht heller und damit freundlicher, sie gewinnen durch den Sichtkontakt mit der Außenwelt auch optisch an Größe und psychologisch an Aufenthaltsqualität.“

Der Expertentipp: „Wenn Sie den Ausbau des Hausdaches planen oder gar den Neubau eines Eigenheims, dann nehmen Sie das Thema ‚Dachfenster’ doch gleich mit in die Überlegungen auf. Mehr Licht und Luft bedeuten mehr Lebensqualität und machen jede noch so dunkle, ehemalige Abstellkammer zu einem Wohnraum mit Wohlfühleffekt. Besonders bei Dachfenstern sollte, um eventuelle Wärmebrücken zu vermeiden, auf den korrekten Einbau durch einen Fachbetrieb geachtet werden, der das RAL-Gütezeichen ‚Montage’ trägt.“

 

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