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Bunte Bücherwelt

Stadtbibliothek Hanau mit farbigem Mobiliar aus Mineralwerkstoff

 

Große und kleine Bücherwürmer freuen sich im hessischen Hanau, dem Geburtsort der berühmten Brüder Grimm, über die neue Stadtbibliothek. Nach den Plänen von Schrammel Architekten aus Augsburg entstand eine farbenprächtige Medienwelt, in der persönliche Begegnung und Beratung groß geschrieben werden. Rosskopf + Partner zeichnet für die Fertigung und Montage von raffinierten Servicetresen aus dem Mineralwerkstoff Avonite® verantwortlich.  

 

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Die neue Nutzfläche ist gut sieben Mal größer als am alten Standort. Entstanden ist ein luftiges und barrierefreies Ambiente für Groß und Klein.

Foto: Julia Schambeck für Rosskopf + Partner

 

Über 100.000 Medien umfasst das Angebot der Hanauer Stadtbibliothek und beinahe täglich kommen neue hinzu. Weil die bisherigen Räumlichkeiten an ihre Grenzen stießen, beschloss die Stadt den Umzug in das neue zentral gelegene Einkaufsquartier, betrieben von der HBB Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbh, Hamburg. Auf rund 6.300 m2 Mietfläche entstand hier das Kulturforum Hanau, das drei städtische Einrichtungen, zwei Vereine und ein Lesecafé beherbergt. Die größte Fläche nimmt die neue Stadtbibliothek ein – entworfen vom Augsburger Büro Schrammel Architekten. „Die alten Bibliotheksräume waren deutlich zu klein und vor allem nicht barrierefrei“, erklärt Architektin Gabriele Ackermann. „Enge Wege und hohe Regale haben besonders den Kindern und Senioren Schwierigkeiten bereitet. Die neue Bibliothek kann von mehr Menschen und vielfältiger genutzt werden.“

 

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In den Baumhäusern der Kinderbibliothek lässt es sich ausgiebig schmökern. Der Jugendbereich überrascht mit ungewöhnlichem Mobiliar, gefertigt von Schneider Innen.Raum.Design. Nicht zu übersehen sind die Infotheken aus Avonite Mineralwerkstoff in der Farbe „Mango“.

Foto: Schneider Innen.Raum.Design

 

Auf drei Etagen und rund 4.300 m2 empfängt die Besucher ein großzügiges, lichtdurchflutetes und modernes Ambiente. Das gestalterische Konzept gliedert die Gesamtfläche in Bereiche für unterschiedliche Zielgruppen: Die Kleinen können in der Kinderbibliothek allerhand entdecken – zum Beispiel das Geschichtenzimmer oder ein Bilderbuchkino. Zwei Baumhäuser bieten mitten im Bücherwald kuschelige Rückzugsorte zum Schmökern, Spielen und Erzählen. Für Jugendliche stehen coole Lümmel- und Chillout-Ecken sowie modern inszenierte Medienwelten zur Verfügung. Wer ungestört studieren oder in der Gruppe lernen möchte, nutzt die zahlreichen Arbeitsecken, Gruppenräume oder den Brüder-Grimm-Lesesaal. Zum Verschnaufen lädt das gemütliche Lesecafé ein. Durch einen gezielten Farb- und Materialeinsatz werden die einzelnen Bereiche im offenen Raum voneinander abgegrenzt. Die Aktionsflächen und Flure strahlen in warmen, stimulierenden Farben wie Gelb, Orange, Pink und Rot. Wo konzentriert gearbeitet wird, kamen beruhigende Nuancen etwa in Grün, Blau und Violett zum Einsatz.

 

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Die Bibliothek ist barrierefrei geplant. Das gilt auch für die Infotheken aus Mineralwerkstoff. Durch unterschiedliche Höhenniveaus könne sie problemlos von Kindern, Senioren oder Personen mit mobiler Einschränkung genutzt werden.

Foto: Julia Schambeck für Rosskopf + Partner

 

Großen Wert legten der Bauherr und die Architekten darauf, einen Ort der persönlichen Begegnung zu schaffen. „Gerade im digitalen Informationszeitalter sollte eine Bibliothek ein Ort des direkten Austauschs, des gemeinschaftlichen Erlebens und Entdeckens sein“, erklärt Bibliotheksleiterin, Frau Schwartz-Simon. „Individuelle Hilfe und Beratung werden bei uns groß geschrieben.“ Dies wird nicht zuletzt durch die zahlreichen Servicetheken deutlich, die sich durch die gesamte Einrichtung ziehen. Passend zum Gestaltungskonzept sind sie überwiegend in frischem Gelb gehalten – gefertigt aus dem robusten Mineralwerkstoff Avonite®.

 

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In die lange Servicetheke im Obergeschoss ist eine ausrollbare Sitzgelegenheit integriert. Für eine einheitliche Optik wurde sie von Rosskopf + Partner frontseitig mit einer entsprechenden Mineralwerkstoffplatte verkleidet.

Fotos: Julia Schambeck für Rosskopf + Partner

 

Weite Teile des Innenausbaus übernahm die Firma Schneider Innen.Raum.Design. Für die Fertigung der Tresen hat sich das Unternehmen mit Rosskopf + Partner einen Spezialisten für Mineralwerkstoff ins Boot geholt. So war Rosskopf + Partner für die Konstruktionsplanung und die Fertigung, wie auch die Logistik und Montage der Theken verantwortlich. Im ersten Schritt unterzogen die Material- und Verarbeitungsexperten die 2D-Entwürfe der Architekten einer gründlichen Machbarkeitsstudie. Dabei wurde geprüft, wie sich deren Vorstellungen mit Mineralwerkstoff am besten realisieren lassen. Im Anschluss an eine detaillierte Projektkalkulation begann die gemeinsame Feinabstimmung der Entwürfe. Am sächsischen Standort Hennersdorf fertigte das Projektteam aus erfahrenen Ingenieuren und Handwerkern schließlich die Gesamtserie des farbenfrohen Thekenmobiliars aus dem Mineralwerkstoff Avonite® von Aristech Surfaces LL.

 

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Alle Theken bestehen aus einer Spanten-Rahmen-Konstruktion aus Multiplexplatten. Darauf werden die 12 mmm dicken Mineralwerkstoffteile aufgelegt und anschließend zusammengefügt.

Foto: Rosskopf+Partner

 

Insgesamt sind zehn verschiedene Tresenensembles sowie zusätzliche Sitz- und Ablagemodule entstanden. Im Foyer des Kulturforums greifen zwei markante Empfangstresen das innenarchitektonische Spiel mit geometrischen Formen und frischen Farben auf. Hier wählten die Architekten den Mineralwerkstoff Avonite® in den Farben „Mango“ und „Ice White“. Im Obergeschoss finden die Besucher weitere Servicepoints – alle zentral gelegen wie etwa am Fuße eines der Baumhäuser oder in der gläsernen Verbindungsbrücke zwischen den zwei Gebäudetrakten. Hier ist der Tresen in gestufter Höhe ausgeführt und ermöglicht dank ausziehbarer Sitzbank den barrierefreien Zugang. Direkt daneben: zwei Selbstbedienungsterminals die durch eine auskragende Mineralwerkstofftheke miteinander verbunden sind. Diese ist ebenfalls niedriger platziert und rollstuhlgerecht unterfahrbar.

 

Der Grundaufbau der Tresen ist weitgehend identisch: Auf einer Bodenplatte sitzt eine Spanten-Rahmen-Konstruktion aus Multiplexplatten auf. Sie bildet das Skelett, auf das die selbsttragenden 12 mm dicken Mineralwerkstoffteile aufgelegt und anschließend zusammengefügt werden. Die rückseitigen Flächen bestehen aus reversiblen und farblich angepassten Schichtstoffplatten, so dass dahinter jederzeit Installations- und Wartungsarbeiten möglich sind. Damit später alles wie aus einem Guss erscheint, mussten die einzelnen Werkstücke aus Mineralwerkstoff millimetergenau zusammengefügt, verklebt und anschließend verschliffen werden. „Hier kommt es auf absolut präzises Arbeiten an“, erläutert Stephan Scholz, Projektleiter bei Rosskopf + Partner. „Außerdem war es wichtig, sämtliche beteiligten Gewerke frühzeitig in die Planung einzubeziehen, damit am Ende alles perfekt zusammenpasst.“ So ist in die Mineralwerkstofftheke im Lesecafé beispielsweise eine große Kühltheke integriert, deren verborgene Kühlaggregate ausreichend Platz hinter der schräg zulaufenden Vorderfront benötigen.

 

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In der Theke des Lesecafés ist eine Kühlvitrine integriert. Die Aussparungen für alle gastrotechnischen Geräte hat Rosskopf + Partner millimetergenau ausgefräst. Die porenlose Oberfläche macht Mineralwerkstoff besonders hygienisch und pflegeleicht.

Julia Schambeck für Rosskopf + Partner

 

Mineralwerkstoff eignet sich bestens für die Arbeit mit Lebensmitteln und den Einsatz in Küchen, Cafés oder Bars, wo Oberflächen täglich strapaziert und gereinigt werden. Denn die glatte und porenlose Oberfläche ist resistent gegen Wasser, Schmutz und haushaltsübliche Reinigungsmitteln. Durch die nahtlosen Verbindungsstellen ist Mineralwerkstoff obendrein äußerst hygienisch und pflegeleicht – Bakterien oder Schimmel haben keine Chance, sich in Spalten festzusetzen.

 

Aber auch an den stark frequentierten Beratungsinseln macht Mineralwerkstoff auf lange Zeit eine gute Figur. Die seidenmatte Oberfläche verleiht dem Verbundwerkstoff aus ca. 75 Prozent natürlichen Mineralien sowie Acryl und Farbpigmenten einerseits eine hochwertige Optik und angenehme warme Haptik. Darüber hinaus können selbst schwere Bücherkörbe, Rucksäcke oder Schlüssel, die hier täglich abgelegt oder hin- und hergeschoben werden, der robusten Oberfläche so schnell nichts anhaben. Sollten nach langer Nutzung doch einmal kleine Gebrauchsspuren auftauchen, lassen sich diese mit Schleifpapier mühelos wegpolieren.

 

www.rosskopf-partner.de 

 

Architekten:

Schrammel Architekten Stadtplaner

Zeuggasse 7

86150 Augsburg

Tel  0821 50958-0

Fax 0821 50958-58

info@schrammel-architekten.de

www.schrammel-architekten.de

 

Innenausbau:

SCHNEIDER

INNEN.RAUM.DESIGN

Martin Schneider

Im Bruch 1

63897 Miltenberg

Tel  09371 94730-0

Fax 09371 94730-25

info@schneider-raum.de

www.schneider-raum.de

 

Bauherr:

Hanau Immobilien und Baumanagement – IBM

Eigenbetrieb der Stadt Hanau

Hessen-Homburg-Platz 5

63452 Hanau

 

Nutzer:

Fachbereich Kultur, Stadtidentität und internationale Beziehungen

Am Freiheitsplatz 18a

63450 Hanau

 

 



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